Rezension Spiderman A Brand New Day
Rezension: Spider-Man: A Brand New Day
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Spider-Man: A Brand New Day knüpft direkt an die Einsamkeit an, mit der Peter Parker seit den Ereignissen des Vorgängers leben muss. Der Film stellt dabei weniger die Frage, wie man die Welt rettet, sondern wie man weitermacht, wenn einen niemand mehr kennt. Genau daraus entwickelt sich eine Geschichte, die emotional unglaublich intensiv ist. Und genauso fühle ich mich auch aktuell. Politiker:innen ghosten mich, ich fühle mich genauso einsam wie der Junge aus Queens. Seine Freunde machen auch alle weiter und werden erfolgreich, genauso wie bei mir mit den Menschen im Umfeld. Daher hat mich hier der Film das erste mal emotional getroffen.
Über weite Strecken hat mich der Film regelrecht zerstört. Peter wirkt verletzlicher als je zuvor, und der Film scheut sich nicht davor, ihm immer neue emotionale Hürden in den Weg zu legen. Gerade wenn man glaubt, jetzt könne er endlich etwas Glück finden, zieht einem A Brand New Day den Boden unter den Füßen weg. Das macht den Film stellenweise zu einem echten emotionalen Kraftakt.
Trotzdem versinkt der Film nie in Schwermut. Der typische Spider-Man-Humor ist jederzeit präsent und sorgt dafür, dass die Geschichte immer wieder durchatmen kann. Viele Dialoge sitzen perfekt und bringen das Publikum genau im richtigen Moment zum Lachen. Beispielsweise: Spiderman stellt sich ein Raum von Ninjas entgegen und seine einzige Reaktion: "Poah, das sieht cool aus!" Gleichzeitig liefert der Film einige spektakuläre Action- und Gänsehautmomente, die zeigen, warum Spider-Man bis heute einer der beliebtesten Superhelden überhaupt ist.
Ich habe nach dem Film erstmals Entspannung gebraucht, so emotional heavy war er an vielen Stellen. Insbesondere der Dialog mit der Figur von Sadie Sink, darüber, dass Menschen außerhalb der Norm nicht die gleichen Privilegien haben aber verdienen sollen. Für mich als queere Person war das auch auf einer besonderen Stelle getroffen. Ich hatte mehrmals Pipi in den Augen wegen dem Film.
Besonders herausragend ist Sadie Sinks neue Figur. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Sie bringt eine völlig neue Dynamik in Peters Leben und entwickelt sich schnell zu einem der emotionalen Anker des Films. Ihre Chemie mit Tom Holland funktioniert hervorragend, und schon nach kurzer Zeit hatte ich den Gedanken: Von ihr brauche ich unbedingt eine Actionfigur. Mehr möchte ich über ihre Rolle gar nicht verraten. Nur so viel: Ihr Charakter wird vermutlich viele Menschen außerhalb der klassischen Heteronorm auf einer sehr persönlichen Ebene ansprechen – obwohl sie keine queere Figur verkörpert.
A Brand New Day erzählt nicht eine weitere Marvel Schlacht Gut gegen Böse. Nein, sie kritisiert die Regierung für überbordernde Bürokratie, die Gesellschaft, wie sie mit Menschen außerhalb der Norm umgeht. Wie Liebschaften verwelken und Freundschaften sogar Zauberei brechen kann. Über das Gefühl nirgendwo mehr richtig hinzupassen. Kurzum: Der Film erzählt übers erwachsen werden. Daher ist der Film auch der - bisher - beste Film der gesamten MCU Saga. Denn er balanciert Tragik mit Humor, Tränen mit Lächeln. Es ist eine Reise, die sich anfühlt wie das Schwingen vom Spiderman: Mal geht es abrupt rauf, mal abrupt runter. Doch nie bricht er, er geht immer weiter. Und das ist das geniale dabei.
Der Film ist seit langem wieder einer der besten Filme, die ich gesehen habe, ich würde ihn sogar unter den Top 5 aller Filme einordnen, die ich je gesehen habe. Daher: Der Film hat alles richtig gemacht. Ich habe geweint, gelacht, mitgefiebert. Es war eine emotionale Achterbahn und man konnte wirklich mitfiebern.
10/10 Punkten in allen Kategorien!

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