Rezension "Feindbild Frau"

 Titel: Feindbild Frau. Wie Politikerinnen im Netz bedroht, beleidigt und verdrängt werden - und was wir alle dagegen tun können

Autorin: Ingrid Brodnig

ISBN: 978-3-7106-0942-8

Im Brandstätter Verlag am 25.02.2026 erschienen

Rezensionsexemplar? Ja

(C): thalia.at

Inhaltsbeschreibung:

Gewaltdrohungen, digitale Hetzkampagnen, hämische Bildmontagen – was nach den dunklen Rändern des Internets klingt, ist für viele Politikerinnen bitterer Alltag geworden. Ingrid Brodnig legt in ihrem neuen Sachbuch schonungslos offen, wie systematische Einschüchterung Frauen aus der politischen Öffentlichkeit drängen soll und was das für unsere Demokratie bedeutet. Sie hat mit Abgeordneten und hochrangigen Politikerinnen aus Deutschland und Österreich gesprochen, dokumentiert konkrete Angriffe und analysiert, wie digitale Gewalt funktioniert – oft angeheizt durch rechte Netzwerke, die Logik von Social-Media-Plattformen und opportunistische Medienmechanismen. Doch Brodnig geht über die Analyse hinaus: Sie zeigt Wege auf, wie Betroffene sich schützen können – rechtlich, technisch, strategisch. Und sie appelliert an uns alle, als Bürgerinnen und Bürger Verantwortung zu übernehmen. Denn wer schweigt, überlässt das Wort den Lautesten. Ein mutiges, kluges und hochaktuelles Buch – für alle, die Demokratie nicht den Angstmachern überlassen wollen. Gefördert von der Stadt Wien Kultur

Quelle: Thalia.at

Über die Autorin:

Ingrid Brodnig ist Expertin für die gesellschaftlichen Auswirkungen von Digitalisierung und Debattenkultur. Die Autorin und Journalistin hält Vorträge und Workshops und gibt Tipps, wie man auf Phänomene wie Hassrede oder Desinformation reagieren kann. Zuletzt erschien ihre Bestseller „Einspruch! Fake News und Verschwörungsmythen kontern“ sowie „Wider die Verrohung. Über die gezielte Zerstörung öffentlicher Debatten“. Für ihre Arbeit erhielt Ingrid Brodnig zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bruno-Kreisky-Sonderpreis für das politische Buch.

Quelle: Thalia.at

Meine Meinung:

"Das Internet ist für uns alle Neuland." So oder so ähnlich sagte einst eine Politikerin über das World Wide Web. Die Politikerin war Angela Merkel, eine Kollegin von Renate Künast. Künast war betroffen von Cybermobbing und Onlinehass und Hetze.

Anhand von Erfahrungen wie der von Frau Künast führt Frau Brodnig auch in das Thema Cybermobbing gegenüber Frauen ein, insbesondere gegenüber Politikerinnen.
Da aktuell diskutiert wird, dass die Beleidigung gegenüber Politiker:innen in Deutschland strenger bestraft werden sollte, hat mich das Buch direkt interessiert, zu lesen, wie schlimm eigentlich die Situation aktuell ist, um halbwegs zu verstehen, wieso der Gesetzesvorschlag kommt. Und - oh boy - die Situation ist schlimm. 

Doch Frau Brodnig zeigt nicht nur ein paar ausgewählte Lebensgeschichten auf, sie zeigt auch, was man dagegen tun kann. In Österreich leider noch zu wenig, in Deutschland zwar ein bisschen mehr, aber reichen tuts immer noch nicht, meiner Meinung nach. Meiner Meinung nach sollte es viel, viel mehr sein.

Fazit? Alles in allem ein interessantes Buch, das aufzeigt, wie schlimm es Politikerinnen in Österreich, Deutschland und anderswo haben und auch aufzeigt, wie man sich dagegen wehren kann. Denn kein Mensch sollte Beleidigungen einfach hinnehmen.

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