Interview mit Zeliha Arslan: "so wie jetzt geht es nicht mehr"
Zeliha Arslan ist Abgeordnete zum Tiroler Landtag der Partei "Die Grünen". Ich konnte mit ihr ein Interview führen.
Dann möchte ich Sie hiermit herzlichst zum Interview willkommen heißen und zunächst würd ich gern wissen ob die Landesregierung gute Arbeit macht
Danke für die Einladung, ich mach das Interview immer gerne mit dir. Ich würde sagen es kommt drauf an. Für ein paar wenige hat die Landesregierung glaub ich gute Politik gemacht, besonders für diejenigen die es sich gut richten lassen können, die ein hohes Einkommen haben, Vermögen haben, denen es eh immer gut geht. Für die haben sie viel gemacht.
Was erschreckend war. das war es wirklich: 2025 war nicht das Jahr der Tiroler:innen. Aber wir als Oppositionsprtei haben es nicht so geschehen lassen. Warum? Das sag ich mit voller Überzeugung: Demokratie wirkt, weil das wissen wir am Anfang, 2025 hat die Landesregierung im Mai verkündet: Sie wollen -15% in allen Bereichen und dann hab ich angefangen zu mobilisieren, gemeinsam mit den anderen Oppositionsparteien, mit den Vereinen, haben Informationen ausgetauscht und gemeinsam mobilisiert, es gab extremen Druck. Der erste Gewinn war dass die Landesregierung sich es angeschaut hat und nur noch gesagt hat: wir machen nur noch bei Menschen mit Behinderung -15%, dann war nochmal volle Mobilisierung und das haben sie nochmal zurückgenommen. Dass dieses Budget sozialer ist als vorher angekündigt, ist nicht, weil die Landesregierung sich ein Herz genommen hat, sondern weil es öffentlichen Druck gab, sowohl zivilgesellschaftlich als auch politisch.
Blöde Frage: Mit welcher Partei regiert die ÖVP nochmal?
Mit der eigentlich Sozialdemokratie. Die Sozialdemokratie ist nicht nur umgefallen, sie hat so eine Wendung genommen, dass die sich nicht den Hals gebrochen hat, versteh ich nicht. Sie hat sich komplett enttarnt und das auf allen Ebenen, das muss man wirklich sagen, auf Bundesregierungsebene, genauso wie auf der Stadtebene als auch auf Landesebene ist ihr Motto: Wasser predigen, Spritzwein trinken.
Dann kommen wir zur nächsten Frage: Weg von der Landesregierung hin zu dir als Person: Was ist dein größter Wunsch?
Mein größter Wunsch: Systemchange. Wir sind an einem wichtigen Punkt, wo einfach alle merken, so wie jetzt geht es nicht mehr. Und ich finde wir bekommen viel positives Feedback von Menschen, die sagen, ohne unser politisches Engagement hätte es wichtige Entwicklungen aber auch Initativen in Tirol nicht gegeben.
Danke fürs Interview!
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