Versprich es mir

ISBN: 9783406767135
Im Verlag C.H.Beck am 1.1.2020 erschienen
Autor: Joe Biden
Rezensionsexemplar? Nein

(C): goodreads.com

Inhalt:

Im November 2014 versammelten sich die Bidens in Nantucket, um gemeinsam Thanksgiving zu feiern - eine Familientradition seit vierzig Jahren. Aber diesmal fühlte sich alles ganz anders an. Bei Beau, dem ältesten Sohn von Joe Biden, war zuvor ein bösartiger Hirntumor diagnostiziert worden, und sein Überleben war ungewiss. «Versprich es mir», bat der kranke Sohn seinen Vater. «Versprich mir, dass du klarkommst, ganz egal, was passiert.» Joe Biden gab ihm sein Wort. Das darauffolgende Jahr stellte ihn auf eine schwere Probe. Der damalige Vizepräsident reiste mehr als hunderttausend Meilen quer durch die Welt und befasste sich mit schwierigen Krisen in der Ukraine, in Mittelamerika und im Irak. Während sein Sohn zu Hause um sein Leben kämpfte, das er schließlich verlor, musste Joe Biden sowohl der Verantwortung für sein Land als auch seinen familiären Pflichten gerecht werden. Bidens Memoir ist das Buch eines Politikers, aber mehr noch eines Vaters, Großvaters, Freundes und Ehemanns. Es ist eine Geschichte der Hoffnung am Rande des Abgrunds.

Quelle: goodreads.com

Über den Autor:

Joe Biden represented Delaware for 36 years in the U.S. Senate before serving as 47th Vice President of the United States from 2009 to 2017. In November 2020 he was elected President of the United States.

As the Vice President, Joe Biden addressed important issues facing the nation and represented America abroad, traveling over 1.2 million miles to more than 50 countries. He convened sessions of the President’s Cabinet, led interagency efforts, and worked with Congress in his fight to raise the living standards of middle class Americans, reduce gun violence, and address violence against women.

Quelle: goodreads.com

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich im Rahmen der NEWTs Challenge gelesen – eigentlich nur, weil ich etwas brauchte, das man schnell durchblättern konnte. Am Ende war es jedoch mehr als das, es war ein Buch, das mich tief berührt hat.

Joe Biden ist genial, keine Frage. Und das Buch zeigt, warum. Man lernt ihn durch viele Erinnerungen aus einer unglaublich schweren Zeit kennen. Sein Sohn Beau kämpfte gegen einen aggressiven Hirntumor, und gleichzeitig jonglierte Biden die Verantwortung als US-Vizepräsident. Wie heißt es so schön? Schwere Zeiten machen gute Leute. Und Joe Biden war wahrlich ein guter Mann. Ein guter Präsident, der beste US-Präsident aus diesem Jahrtausend. Leider konnte die Welt nur eine Periode von ihm erleben.

Das Buch gibt einen umfassenden Einblick in Bidens Leben. Man erfährt viel über seine Arbeit, sein Privatleben und sein Ferienhaus – ein einfaches, unspektakuläres Haus, das dank seiner Familie zum Zuhause wurde. Ganz anders als Mar-a-Lago, ein Gebäude das von außen zwar spektakulär erscheinen mag aber aufgrund seines derzeitigen Besitzers unspektakulär wurde.

Besonders beeindruckend ist die Zeit nach dem Tod seines Sohnes Beau, als Biden sich selbst fragte, ob er für die Präsidentschaftskandidatur 2016 bereit sei. Seine Familie wollte, dass er kandidiert, aber er entschied sich dagegen, weil er wusste, dass er sich noch nicht ganz dem Amt widmen konnte. Eine starke Entscheidung, die seinen Charakter zeigt. Doch im Nachhinein bleibt die Frage: Hätte Biden Trump verhindern können?

Das Buch ist zwar nicht immer chronologisch aufgebaut, was manchmal verwirrt, aber die Stärke liegt in den emotionalen Einblicken. Biden schildert, wie er hin- und hergerissen war zwischen seiner Familie und der Politik. Die Zweifel, ob er genug Zeit mit Beau verbracht hat, und der ständige Spagat zwischen Verpflichtung und Verlust sind greifbar.

Auch seine Beziehung zu Barack Obama kommt zur Sprache. Man spürt, wie eng die beiden verbunden waren, nicht nur politisch, sondern auch persönlich – echte "BFFs".

Fazit: Das Buch ist bewegend, ehrlich und zeigt, was für ein Mensch Biden wirklich ist. Es ist eines der besten Bücher, die ich seit Langem gelesen habe.

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