Rezension: Wie Dirk B. lernte, den Kapitalismus zu lieben
Autoren: Olaf Schubert und Stefan Ludwig
Im Verlag Fischer Taschenbuch am 28.10.2020 erschienen
Rezensionsexemplar: Nein
ISBN: 3596704006
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| (C): Verlag |
Inhaltsangabe:
»Make The Kapitalismus great again!«
Verlierer sein, aber mit Erfolg!
Das neue Buch von Deutschlands sprachgewaltigstem Comedian
und hauptberuflichen Weltverbesserer: Olaf Schubert. Mit gekonnter
Wortakrobatik beschreibt der beliebte Entertainer unsere Gesellschaft, die von
der Macht des Konsums regiert wird. Doch statt sinnlos dagegen anzukämpfen,
lässt er seinen Helden Dirk B. unter Anleitung einer mysteriösen App die wahren
Zusammenhänge des Kapitalismus erkennen und erzählt die Geschichte eines
Mannes, der mit
allen Mitteln versucht, ans große Geld zu kommen
Wer nach oben will, muss nach unten treten? Richtig!
Doch man muss nicht über Leichen gehen, sondern einfach drum
rum!
„Schreiben kann ich ja schon lange, sogar mit beiden
Händen," sagt Olaf Schubert. „Deshalb habe ich auch so schnell ein Buch
rausbringen können. Nachdem ich jetzt noch extra lesen gelernt habe, kann ich
sagen, dass ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden bin.“
Man merkt, Olaf kniet sich voll rein für seine Leser.
Deshalb hat er sich auch Verstärkung geholt und das Buch zusammen mit Stephan
Ludwig geschrieben. Es kann also nicht langweilig werden, denn Ludwig ist
Krimiautor und weiß, wie Spannung aufgebaut wird. Olaf hat sie abgebaut.
Umweltfreundlich.
Quelle: lovelybooks.de
Über die Autoren:
Olaf Schubert wird seit Jahren von Presse und Publikum für
seinen außergewöhnlichen Humor gefeiert. Mit eigenen Sendungen wie "Olaf
macht Mut" sowie als regelmäßiger Gast bei Talkshows und zahlreichen
quotenstarken Formaten (u.a. "Heute SHOW", "Nightwash") ist
er regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Der vielfach preisgekrönte Dresdner tourt
zudem mit aktuellen Bühnenshows erfolgreich durch ganz Deutschland, Österreich
und die Schweiz.
Stephan Ludwig, Jahrgang 1965, lebt als Autor und
Rundfunkproduzent in Halle. Zudem ist er Inhaber eines Tonstudios und machte
sich als Ghostwriter von Olaf Schubert einen Namen. »Zorn - Tod und Regen« ist
sein erster Krimi und bildet gleichzeitig den Auftakt zu einer neuen
Krimi-Reihe. Die Reihe wird seit 2015 auch in Fernsehfilme adaptiert, die
Drehbücher schreibt Ludwig selbst.
Quelle: lovelybooks.de
Meinung:
Dieses Buch habe ich für die NEWTs Challenge gelesen ein slow developing Buch zu lesen. Und dieses Buch hat sich für mich gezogen.
ACHTUNG!!! MÖGLICHE SPOILER!!! ACHTUNG!!!
Dirk B. wird manipuliert von einer gewissen App. Die App manipuliert ihn mit kurzen Sätzen, die immer genau zur Situation passen. Diese App zeigt allen den Egoist, der in Dirk B. steckt.
Die Geschichte ist zwar von einem Comedian geschrieben, den ich gut finde, aber sie ist nicht lustig, wenn man nur liest. Es ist auf einer anderen Ebene lustig, einer Slapstick-Ebene mit Pipi-Kacka-Humor. Und damit wirkt das Buch unlustig. Das finde ich persönlich vergeudetes Potenzial, da der Comedian in einer Show auftritt, die für den Grimme-Preis nominiert ist. Das wirkt sich negativ auf die Geschichte aus, dass sie unlustig ist.
Es wird von brennenden Parteitagen, Kindern, Betrug und Tod erzählt. Der Schluss ist interessant, da die Autoren selbst auftreten. Das Prinzip des Auftretendes der schreibenden Person ist interessant, da in diesen Fällen die Figuren ihren Schöpfer*innen gegenüber treten. Denn das wirft die Frage auf, ob die fiktive Welt auch außerhalb der Erzählungen in jener Welt ist. Das finde ich recht interessant, da mit dem Ende das Buch auch in eine philosophische Richtung geht, und das finde ich gut.
Die Geschichte hat einen Spannungsbogen, der höchstens in einem 179° Winkel ansteigt. Das ist nicht besonders spannend. Die Geschichte beginnt, wie sie endet. Die Geschichte zieht sich bis zum Ende mit komischen Geschichten und dann geht es zack auf zack zurück zum Start und dann noch das Gegenübertreten mit den Schöpfern. Das gefiel mir persönlich nicht.
Die Figuren benehmen sich sehr authentisch, da sie kein Blatt vor den Mund nehmen, und ganz normale Menschen aus dem 21.Jahrhundert sind. Keine Superkräfte, kein Sinn für Gerechtigkeit, einfache Egoisten. Das finde ich authentisch. Und wenn sich Figuren authentisch benehmen, finde ich das gut.
Die Ideen wirken wie eine Mischung aus Erebos, Barney Stinson und RTL II-Komödien. Oder wie die Prinzen sagen : ,,Es ist alles nur geklaut." Denn das ist die traurige Realität des Buches. Die meisten Ideen wurden aus Kunst und Kultur geklaut, aber dennoch selbst aufgearbeitet. Das finde ich besser, als wenn man die Geschichten 1:1 übernähme. Dennoch ist es nicht gut, aber auch nicht schlecht, einfach mittelmäßig.
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Buch zwar von
Innovation zeugt, aber es zu sehr versucht lustig zu sein. Nicht nur zu sehr,
sondern auch auf die falsche Art, auf die Art von Kindergärtler*innen.
Somit gibt es von mir nur 2 von 5 Sterne.

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