Schattenjahre: Die Rückkehr des politischen Liberalismus von Christian Lindner

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Dieses Buch habe ich gelesen, da nächstes Jahr entweder im Februar oder Herbst Bundestagswahl ist. Auch habe ich es gelesen für die Alphabet Soup Challenge Buch mit Titel S.

Christian Lindners Schattenjahre soll wohl als politisches Manifest des modernen Liberalismus dienen, wirkt aber eher wie ein Selbstbeweihräucherungsprojekt, aber ist ja typisch für den Herrn Lindner, kennt man ja von ihm nicht anders. Statt Substanz gibt es viel Rhetorik und die immer gleiche Leier über „Freiheit“ und „Eigenverantwortung“. Daher hab ich mir die Freiheit genommen und das Buch eigenverantwortlich an die örtliche Bücherei abgegeben, da ich es absolut schrecklich fand.

Die Inhalte bleiben oft oberflächlich und es fehlen konkrete Antworten auf die drängenden Probleme unserer Zeit, wie soziale Ungleichheit oder Klimakrise. Stattdessen Freiheit, Freiheit, Freiheit und Eigenverantwortung. Aber das regelt eh der Markt, oder?

Lindners Darstellung seiner Partei und seiner eigenen Rolle grenzt an Selbstverherrlichung. Er inszeniert sich als Retter des politischen Liberalismus, ignoriert dabei aber die schwachen Ergebnisse und die Polarisierung, die oft aus seiner Politik resultieren, besonders jetzt wo er die größte Position, den Finanzminister, innehat und womöglich wieder aus dem Parlament fliegt. Kritische Reflexion? Fehlanzeige.

Sein Verständnis von Liberalismus wirkt altbacken, angepasst an Wirtschaftsinteressen und wenig zukunftsorientiert. Während er von Freiheit spricht, scheint ihm die soziale Dimension dieser Freiheit nicht viel zu bedeuten – ein Liberalismus, der in seiner Umsetzung oft privilegierte Gruppen stärkt und andere zurücklässt. Die Freiheit muss man sich wohl in seinem Idealszenario erst erkaufen.

Fazit: Viel Eigenlob, wenig Mehrwert. Schattenjahre ist eher eine Selbstdarstellung als ein ernstzunehmendes politisches Werk. Wer echte Impulse zum Liberalismus sucht, sollte sich anderswo umsehen.

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