Rezension: Pu der Bär: Rückkehr in den Hundertsechzigmorgenwald

Autor: David Benedictus
ISBN: 3791526790
Im Verlag Dressler am 5.10.2009 erschienen
Rezensionsexemplar? Nein

(C): goodreads.com

Inhaltsangabe:

Seit über 90 Jahren erobert Pu, der honigliebende Bär von geringem Verstand, die Herzen von Kindern und Erwachsenen auf der ganzen Welt. Diese wunderbare Weitererzählung im Geiste A. A. Milnes haucht Pu und seinen Freunden neues Leben ein und verzaubert große und kleine Pu-Fans gleichermaßen.

Im Hundertsechzig-Morgen-Wald macht ein sensationelles Gerücht die Runde: Christopher Robin ist wieder da! Alle sind gekommen, um das große Wiedersehen zu feiern: Pu, Ferkel, Eule, Kaninchen, Känga, Klein-Ruh, und sogar I-Ah. Aber Christopher Robin hat noch eine weitere spektakuläre Neuigkeit: Er geht jetzt zur Schule! Und weil die Bewohner des Waldes wissen wollen, was das bedeutet, gründen sie kurzerhand die Hundertsechzig-Morgen-Wald-Akademie.

Quelle: thalia.at

Über den Autor:

David Benedictus ist nicht nur Autor zahlreicher Romane und Sachbücher, sondern auch in der Film- und Fernsehwelt bekannt. Er war Chefredakteur bei Channel 4 und leitete die BBC-Sendung ›A Book at Bedtime‹. Zu ›Pu der Bär‹ entwickelte und produzierte er bereits mehrere erfolgreiche Hörbuchfassungen. Seine Weitererzählung im Geiste A. A. Milnes wurde von der englischen Presse hoch gelobt...

Quelle: thalia.at

Meinung:

Dieses Buch habe ich gelesen für die Challenge Alphabet Soup Challenge mit dem Titel P.

Wieder einmal im Hundertsechzigmorgenwald

Es geht zurück zu Puh, dem Bären mit sehr wenig Verstand, und seinen treuen Freunden. Gemeinsam erleben sie neue Abenteuer, die in vielerlei Hinsicht an die klassischen Geschichten von A.A. Milne erinnern – und doch ihre eigene Note haben.

Der Herr Benedictus und die Nachfolge
Robin Benedictus hat mit diesem Werk große Fußstapfen zu füllen. Nachfolgebände sind immer eine Herausforderung, und meine Erwartungen waren gedämpft, insbesondere weil andere Reihen – wie Asterix – nach einem Wechsel des Autors oft an Qualität verloren. Doch Benedictus hat mäßig Erfolg gehabt: Er bringt Witz und Charme zurück in den Wald, bleibt aber hinter der Magie des Originals zurück.

Die Geschichte – Witzig, brutal und ein wenig anders
Die Geschichte hat ihre Stärken: Sie ist humorvoll und wird von großartigen Illustrationen begleitet. Doch an manchen Stellen geht sie für ein Kinderbuch erstaunlich weit. Zum Beispiel, wenn es um die Strafe für Oile geht, die zu Hause bleiben möchte. Kaninchen schlägt vor, sie auszuräuchern, und Ferkel meint, ein bisschen Hunger würde ihr guttun. Solche Szenen sind definitiv ungewöhnlich für den liebevollen Ton, den man vom Hundertsechzigmorgenwald kennt.

Was mich jedoch am meisten irritierte, ist die Veränderung des Erzählkonzepts. Während Puhs Geschichten früher Geschichten innerhalb der Geschichte waren – erzählt für den kleinen Christopher Robin – sind sie jetzt die Hauptgeschichte. Das wirft die Frage auf: Was ist mit Christopher Robin passiert? Ohne ihn fehlt ein verbindendes Element, das die Geschichten so besonders machte.

Fazit
Trotz kleiner Schwächen ist Rückkehr in den Hundertsechzigmorgenwald eine bemerkenswerte Geschichte, die nostalgische Leser*innen wie mich mit ihrer Qualität überrascht. Sie kommt nicht ganz an das Original heran, aber sie bringt Puh und seine Freunde charmant zurück auf die Bühne. Definitiv eine Lektüre wert – mit kleinen Abstrichen.

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