Rezension: Great Again! Wie ich Amerike retten werde by Donald Trump

 ISBN: 3864703840 
Autor: Donald Trump
Im Plassen Verlag am 20.5.2016 erschienen
Rezensionsexemplar? Nein

(C): goodreads.com

Inhaltsangabe:

Zieht »The Donald« ins Weiße Haus? Für seine Fans verheißt er die Rückkehr goldener Zeiten. Für seine Gegner ist er wahlweise ein Lügner, ein Großmaul, ein Demagoge, ein Rassist oder vieles mehr. Ganz egal, wie man zu ihm steht – der Immobilien-Tycoon ist dem mächtigsten Amt der Welt bereits näher gekommen, als alle es für möglich gehalten hätten. Zeit also, sich zumindest einmal mit seinen Ansichten vertraut zu machen. Diese finden sich in seinem aktuellen Buch, in dem er, wen wundert’s, darlegt, wie er sein geschundenes Land wieder zu alter Größe führen kann. Ein Buch das polarisieren wird. Ein Buch, das man gelesen haben sollte, um über die Person Donald Trump mitreden zu können.

Quelle: goodreads.com

Über den Autor:

Da vermutlich jeder Mensch der diesen Blog liest, Donald Trump kennt, werde ich an dieser Stelle über eine ausführende Beschreibung der Person Trump verzichten.

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich für die NEWTs Challenge gelesen für die Aufgabe ein Buch zu lesen, das einen Preis gewonnen hat. Und das Buch ist SPIEGEL Bestseller.

Im Buch geht es um die Ideen, die Donald Trump für die Präsidentschaftswahl 2016 vorträgt und wie er das Land besser machen möchte.

Unter anderem listet er folgende 5 Ideen für Amerika auf:

  • Die Schulen in Wettbewerb stellen
  • Stopp der illegalen Migration (aber die netten dürfen kommen)
  • Iran darf keine Bomben haben
  • Wiedereintreten von Veteranen erleichtern 
  • Effizienteres Ministerium von Veteranen 
  • Einführung von Lizenz von verdeckt getragenen waffen

Das sind 5 Ideen die ich wahrnehmen konnte. Aber bei keiner der 5 Ideen geht es um das konkrete. Immer nur Idee xy is super, weil 1.,2.,3.,usw

Doch er nennt die Ideen allgemein nur Grundsätze. Denn wie sagt er: Er hat nur ein Konzept eines Planes und keinen Plan. Jedoch wird er bei bestimmten Themen, wie dem Mauerthema, einer verstärkten Polizei und Englischpflicht für Migrant:innen konkreter. Scheinbar sind ihm dies die zentralen Themen.

Der Stil des Buches ist sehr nah an Trump. Da mir Trumps Stil zwar nicht gefällt, finde ich das nicht so gut, aber hingegen schön dass es zumindest authentisch ist. Aufgrund seines einfachen Stils war es auch leicht zu lesen. Das hat mir auch gut gefallen.

Was ich auch interessant fand: Er schreibt, dass er bewusst kommuniziert, wie er kommuniziert. Ich habe ihn eigentlich für einen intelligenztechnisch minderbemittelten Mann gehalten, aber scheinbar hat der Herr Trump doch was im Hirn. Daher würde mich interessieren, warum er beispielsweise Einfuhrzölle einfordert, das Gesundheitssystem ruiniert, das Bildungsministerium einstellen will. Was ist sein Ziel? Offenbar nicht Amerika great again zu machen. Doch er hat es trotzdem irgendwie geschafft, dass er im Laufe des Lesens immer sympatischer wurde. 

Was ich sehr ironisch finde: Er widerspricht sich oft mit seinem späteren Weg selbst.

  • Beispielsweise fordert er eine Reduktion der Steuer für den Mittelstand und den Reichen die steuerlichen Vorteile zu streichen, setzte aber eine Steuerreduktion für die Reichsten um.
  • Er hatte Staatsdokumente in seinem Haus gelagert. Doch er kritisiert an dieser Stelle Hillary Clinton, dass sie ihre Dienst-Mailadresse für private Zwecke genutzt hat.
  • Seine Definition von Wahrheit: Im Buch kritisiert er Politiker:innen die die Unwahrheit sagen und hat während seiner Amtszeit 30.573 mal die Unwahrheit gesagt. 
  • Er fordert aufrichtig miteinander umzugehen, aber Zitate wie "they poision our bloods" die er in diesem Präsidentschaftswahlkampf tätigte, scheinen seinem ursprünglichen Willen entgegenzutreten.
  • Er fordert im Buch die Sozialversicherung nicht anzurühren und gleichzeitig forderte er im gleichen Wahlkampf Obama-Care zu streichen.
  • Er kritisiert die hohen Schulden und hat während seiner 1.Amtszeit die Schuldenquote von 3,1% auf 15,2% erhöht.
Alles in allem fand ich ihn am Ende des Buches regelrecht sympatisch. Doch das Buch war mir zu wenig konkret. Also seine Person zu verkaufen hat er durch das Buch zwar geschafft, aber ein literarisches Meisterwerk ist es nicht. Zeit, dass man die Trumpsche Literatur wieder groß macht!


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