Rezension: Die besten Tagespresse-Meldungen 2024 – Scharfsinniger Jahresrückblick mit kleinen Lücken

 ISBN: 9783701736263
Autor: Die Tagespresse
Im Residenz Verlag am 11.11.2024 erschienen
Rezensionsexemplar? Nein

(C): Verlag


Inhaltsangabe

Die spektakulärsten Ereignisse aus dem Jahr 2024

2024 war das Super-Wahljahr, das vom kompetenten Redaktionsteam der Tagespresse leidenschaftlich kommentiert wurde, Politiker wurden begleitet und die Konsequenzen der Wahlergebnisse analysiert. Doch unabhängig davon fanden auch andere wegweisende Ereignisse statt: Erinnern Sie sich noch, als Frauenministerin Susanne Raab den Frauentag vergaß? Oder daran, als Österreich das Masernvirus vor der Ausrottung rettete und dafür den WWF Artenschutz-Preis erhielt? Oder daran, als Biden zum Beweis, dass sein Gedächtnis noch gut sei, darauf bestand, weiter Direktor von Hogwarts zu bleiben? Dieses und vieles mehr ist im legendären Jahresrückblick der Tagespresse nachzulesen.

Quelle: Verlag

Über die Autor:innen:

Österreichs „seriöseste“ Onlinezeitung ist mit hundertausenden Besuchern im Monat das erfolgreichste Satiremagazin des Landes. Mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus und Ironie werden Ereignisse aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur parodiert. Wenngleich ausnahmslos alle Artikel der Tagespresse frei erfunden sind, so enthalten sie dennoch immer ein Körnchen Wahrheit.

Quelle: Verlag

Meine Meinung

Ich habe dieses Buch gelesen für die Aufgabe ein Buch zu lesen das sehr lustig ist für die NEWTs Challenge. Und bei diesem Buch habe ich alles in allem schon sehr gelacht.

Das Tagespresse-Jahrbuch 2024 bietet wieder einmal eine humorvolle Retrospektive auf ein turbulentes Jahr. Mit gewohnt spitzer Feder wird das politische und gesellschaftliche Geschehen Österreichs satirisch aufbereitet, und das in einer Qualität, die ihresgleichen sucht. Die besten Schlagzeilen und bissigsten Kommentare wurden hier versammelt, um das Jahr in seiner ganzen Absurdität einzufangen.

Besonders gelungen ist die treffende Beobachtungsgabe des Redaktionsteams. Egal ob politische Eskapaden, absurde Skandale oder die allgegenwärtige Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit – das Jahrbuch hält einen Spiegel vor, in dem man schmunzelnd (oder verzweifelt lachend) das Jahr Revue passieren lassen kann.

Aber: Es fehlen ein paar Highlights
So brillant das Buch in seiner Gesamtheit ist, bleibt es doch nicht frei von Lücken. Persönlich habe ich einige Schlüsselmomente vermisst, die sich hervorragend für bissige Satire geeignet hätten:

  • SPÖ und die EU-Wahl: Der Skandal um die Briefe an nicht-wahlberechtigte Personen hätte definitiv eine ironische Würdigung verdient.
  • Anti-Rechts-Demos: Diese Proteste haben das Jahr geprägt, und ich hätte erwartet, dass sie mit scharfsinnigem Humor auf die Schippe genommen werden.
  • EM 2024: Für ein Großereignis dieser Größenordnung war mir der Anteil der Witze deutlich zu gering.
  • Gerald Depaoli: Sein Abdankvideo schrie förmlich nach satirischer Aufarbeitung – ein verpasstes Geschenk für jede Satire.
  • Die Situation Tursky: Von großen Schulden zu minimaler Präsenz und einer linken Übermacht im Mandatsvergleich – eine Vorlage, die ungenutzt blieb.

Fazit: Genial, aber ausbaufähig
Das Tagespresse-Jahrbuch 2024 ist zweifellos ein Meisterwerk der Satire und sorgt für zahlreiche Lacher. Doch die Auswahl der Themen lässt an manchen Stellen zu wünschen übrig. Vielleicht hätte man zugunsten solcher Highlights andere, weniger prägnante Themen kürzen können. Dennoch bleibt das Jahrbuch ein Muss für alle Fans der Tagespresse – bissig, humorvoll und wie immer herrlich überzeichnet.

4 von 5 Sternen.

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