Kurzmeinunng: Das magische Baumhaus – Im Tal der Dinosaurier

Das Buch habe ich gelesen für die Aufgabe ein zufällig ausgewähltes Buch zu lesen beider NEWTs Challenge. 

(C): goodreads.com

Ein Buch über Bücher – die Metaebene begeistert

Zeitreisen per Buch? Absolut faszinierend! Anne und Philipp entdecken im magischen Baumhaus die Möglichkeit, mit Büchern in andere Zeiten zu reisen – und auch wieder zurück in die Gegenwart. Das ergibt nicht nur spannende Abenteuer, sondern ein richtig cleveres Konzept: ein Buch in einem Buch. Diese Metaebene macht die Geschichte besonders und hebt sie von anderen Kinderbüchern ab.

Schreibstil – passend für Kinder, weniger für mich
Der Schreibstil ist solide und absolut kindgerecht. Kein Wunder, schließlich richtet sich das Buch an Leser*innen ab 8 Jahren. Mit meinen 19 Jahren bin ich natürlich aus der Zielgruppe raus, aber das schmälert nicht die Qualität. Für Kinder funktioniert es, und die spannende Handlung sorgt dafür, dass ich das Buch trotzdem in einem Rutsch durch hatte.

Feminismus-Diskussion? Eine unnötige Aufregung.
Jetzt aber zu einem Kritikpunkt, der mir fast mehr Kopfschmerzen bereitet als die Dinosaurier Anne und Philipp: Manche Leser*innen regen sich darüber auf, dass Philipp seine Schwester Anne rettet. Wirklich? Hier wird aus einer Mücke ein Mammut gemacht. Natürlich hilft Philipp Anne – er ist ihr Bruder und handelt instinktiv. Diese Szene als antifeministisch zu deuten, ist übertrieben. Würde man dasselbe sagen, wenn Anne Philipp retten würde? Vermutlich nicht.

Und ganz ehrlich: Wollen wir Kindern wirklich vermitteln, dass gegenseitige Unterstützung – unabhängig vom Geschlecht – problematisch ist? Philipp ist kein Ritter in glänzender Rüstung, der seine hilflose Schwester „errettet“. Er ist einfach ein Bruder, der in einer brenzligen Situation tut, was nötig ist. Diese Aufregung sagt mehr über die Kritiker*innen aus als über das Buch selbst. Dass man hier so ernst wird, regt mich regelrecht auf. Aber da kann das Buch selbst nix. Ich wollte es nur einmal kurz ansprechen, weil es mich dermaßen aufregt, dass man ein ca 15 Jahre altes Buch kritisiert dass es nicht die gleichen Regeln erfüllt wie heue. 

Fazit
Das magische Baumhaus ist ein gelungener Auftakt für eine fantastische Kinderbuchreihe. Es besticht durch eine originelle Idee, kindgerechte Spannung und ein Konzept, das den Lesenden die Liebe zu Büchern näherbringt. Wer hier Feminismus-Debatten lostritt, hat das Abenteuer und die Botschaft des Buches nicht verstanden. Absolut lesenswert – nicht nur für die Zielgruppe!

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