Interview mit Andreas Babler: "I will mi nit unterhalten was alles schlecht lafft in dem Land, sondern will a Alternative sein!"

Zum Auftakt der letzten Interviews vor der NR Wahl begrüße ich Parteivorsitzenden und Spitzenkandidat der SPÖ: Andreas Babler!

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Dann möchte ich Sie zunächst herzlichst zum Interview begrüßen und gerne wissen wer das Land weiterbringt: Arbeitnehmer_innen oder Unternehmer_innen?

I glaub die Summe der Menschen die jeden Tag aufstehen und jeden Tag ihren Beitrag leisten. Aber natürlich bringen uns auch die Kinda weita, die die Gesellschaft bereichern, und auch die Pensionist_innen, die jahrzehntelang unser Land zu dem gmacht ham was es heute is und auch unsa Gesellschaft bereichern. Also ein Zusammenspiel aller Generationen, wir haben einen sehr breiten Begriff von Leistungsträger_innen, jeder der in der Früh aufsteht und seinen Teil dazubeitragt.

Also sowohl als auch?

Immer, war immer so gedacht. Wir sind immer eingetreten für diejenigen, die es sich selbst nicht richten haben können. Wir haben aber sehen können dass es einige gibt, die es sich richten haben können und Milliardenschäden verursacht und eine Politik findet, die das auch noch unterstützt und viele andere jeden Tag ihren Beitrag leisten müssen oder abhängig sein von Beiträgen, dann muss man das wieder auf die gerechte Seiten bringen.

Die Grünen fordern eine 36 Stunden-Woche und hat für ihre Angestellten eine 36-Stunden-Woche. Die SPÖ und Sie fordern eine 30-Stunden-Woche, haben das aber für ihre Mitarbeiter:innen nicht.

Wir fordern eine Verkürzung der Arbeitszeit, schrittweise, und der Unterschied ist, dass wir da ansetzen, wo die Bedingungen am schwersten sein. Wenn ma jetzt hernehmmen: die Pflege. Was des für a psychische, für a körperliche Belastung isch, also wenn ma sich des bildlich vorstellt, ma is da jetzt in da Pflege und hebt jemanden aus am Krankenbett heraus, beispielsweise wiegt der dann 70,80 kg, in den Rollstuhl eini, ausm Rollstuhl aussa und wida ins Bett eini. Dann hebt ma bei oa Person zwischen 240 und 320 kg, wenn ma des bei mehreren mocht, dann kimmt da schon a bissl was zamm. Du bist völlig im Druck, du hast koa Wochenendsicherheit, weil du immer einspringen kannst. Der Sinn der Sozialdemokratie ist dort anzufangen wo es am schwersten ist.

Dann möchte ich gern wissen, was das größte Problem ist, das Sie, falls Sie im Herbst in den Ballhausplatz einziehen, angehen möchten?

Also leistbares Leben zu garantieren, a ganz konkrete Forderung. Dass ma sehen, wie mas jetzt erlebt, die Inflation nicht mehr durchrauschen lässt und richtigen Schaden an einzelnen Menschen, dass junge Leit sich koa Wohnung mehr leisten kennen und ihre Familienplanung verschiabn miassn und sich a die kloanen Dinge im Leben nimma leistn kennen. Sich koa zwoats oder dritts Mal mehr mit Freundinnen und Freunden im Monat Essen gehen zu können, sich zu treffen, wenn ma schaugn muas, wie ma sonst üba die Runden kommt.

S zwoate is, des is mei Herzensthema: Kindern alle Rechte zu garantieren. Wenn ma nachdenkt dass Kinder a eigene Existenz aufbaun kennen.

Und da dritte Punkt is: In Würde altern zu können. A leistbare Pension zu haben. Und eingebettet in an gleichen Lohn für gleiche Arbeit, des is a Riesensauerei, de ma do derzeit hot.

Also leistbares Leben: Wie wollens des machen? Ma kann ja die Inflation nicht mehr senken?

Die Inflation kann man bekämpfen. Es gibt an Grund warum mia Inflationsschlusslicht sein, andere Länder hams umgesetzt, mia ham überhaupt koa wirksames Mittel kappt. I will mi aba nit unterhalten was alles schlecht lafft, sondern a Alternative ham: Leistbares Leben hoaßt: Wenn a Inflation auf uns zua kimmt, dann muas ma die Mieten deckeln, dann muas ma die Haushaltsabgeben deckeln, dann muas ma in so ana hochinflationären Zeit, die dramatisch is, a die Mehrwertssteuer aussetzen. Andere Länder hams gmacht und stehn jetzt bessa da. Wenn mia des a machn, stehn ma bessa do und dann isch s Lebn wieda leistbarer.

Dann möcht ich gern zum Schluss wissen, warum man die SPÖ wählen sollte?

Weils echt a Mal Zeit is, Politik a mal neu zu denken. Nicht nur die Bedingungen zu verschlechtern, nur mehr Showpolitik und Spaltung zu machen, sondern aufzubrechen in diesem Land, in a neue Zeit. Rechtsansprüche durchzusetzen, a moderne, parlamentarische Gesellschaft zu sein, des wieda auf des Lond stolz sein kann. Respekt, Augenhöhe für alle Menschen in diesem Land.

Danke fürs Interview!

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