Rezension zu Bibi und Tina einfach anders
![]() |
| (C): filmstarts.de |
Kurz zum Inhalt: Bibi (Katharina Hirschberg) und Tinas (Harriet Herbig-Matten) neuestes Abenteuer könnte abgedrehter nicht sein: Der Sommer beginnt mit einer Identitätssuche, Falschnachrichten, die im Radio verbreitet werden, vermeintlichen Aliens, die aus der Zukunft kommen und drei außergewöhnlichen Feriengästen namens Disturber (Emilia Nöth), Spooky (Pauletta Pollman) und Silence (Leander Lesotho). Und dann versucht auch noch der mysteriöse V. Arscher (Kurt Krömer), mit einem ausgeklügelten Rachefeldzug gegen Graf Falko (Holger Stockhaus) vorzugehen. Es scheint, als wäre diesen Sommer alles möglich und vor allem: jeder „einfach anders“! Doch das trifft nicht auf Bibi und Tina zu, die sind wie immer sie selbst, was vor allem bedeutet, dass man sich auf die besten Freundinnen immer verlassen kann!
C): https://www.filmstarts.de/kritiken/291916.html
"Bibi & Tina - Einfach Anders" versucht in das unschuldige Universum von Bibi und Tina Aliens und den Klimawandel hineinzupressen. Dabei sollten Geschichten ursprünglich einmal dazu gedacht sein aus der Realität zu entfliehen. Insbesondere Kindergeschichten. Doch Bibi und Tina ist der Inbegriff des Wortes Woke. Er versucht mit allen Mitteln die Querdenker und die Klimakrise hineinzupressen, in ein Universum, das das nicht annimmt. Denn Bibi und Tina reiten geschwind. Sie kämpfen nicht mit Lichtschwertern, telefonieren nicht nach Hause und führen auch ganz und gar nicht den Spockgruß aus. Die Serie war nämlich ursprünglich eine Geschichte von Freundschaft, Liebe und Pferde. Einfach anders ist ein Film über Klima, Aliengläubige und verschrobenem Wokeismus. Normalerweise mag ich den Begriff der rechtsradikalen und rechtsextremen Politiker:innen nicht, aber hier passt es. Mit Zwang und Drang die Botschaften in etwas hineinpressen, das nicht dorthinein gehört.
Wenn ich den Klimawandel hineingepresst hätte, hätte der Wald gebrannt und die Pferde hätten kaum mehr was zum Trinken. Die querdenkenden Aliengläubiger hätte ich nicht mal eingebaut. Der Regisseur Detlev Buck hingegen, bekannt für seine kreative Vision, wollte einen neuen Weg beschreiten. Doch dieses Mal geht der Schuss nach hinten los. Die Kernthemen der Serie – Freundschaft, Abenteuer und die Verbindung zu Pferden – treten hinter einer bizarren Mischung aus Elementen zurück, die eher in einem Sci-Fi-B-Movie zu erwarten wären.
Die Neubesetzung fast aller Rollen, bis auf Kurt Krömer, trägt weiter zur Verwirrung bei. Stammzuschauer könnten sich entfremdet fühlen, wenn sie mit einer nahezu vollständig neuen Besetzung konfrontiert werden, was den Verlust des vertrauten Gefühls verstärkt, das die Serie bisher bot.
Der Film mangelt es auch an einem überzeugenden Spannungsbogen. Im Gegensatz zum ersten Teil, der noch eine emotionale Tiefe und eine packende Geschichte bot und fast wie eine moderne Adaption von Romeo und Julia ohne Mord und Krieg wirkt, wirkt "Einfach Anders" flach und unzusammenhängend. Die Versuche, humorvolle und dramatische Momente zu schaffen, fühlen sich erzwungen und lassen die subtile Kunstfertigkeit vermissen, die man von Bibi und Tina erwarten würde.
Abschließend lässt sich sagen, dass "Bibi & Tina - Einfach Anders" ein gewagtes Experiment ist, das leider nicht die erhofften Früchte trägt. Fans der Serie könnten enttäuscht sein über die Richtung, die dieser Film einschlägt, und sich nach den herzerwärmenden, erdverbundenen Geschichten der früheren Filme sehnen. Der Film versucht, zu viele Grenzen auf einmal zu überschreiten, was ihn eher zu einem verwirrenden Puzzle als zu einem kohärenten Erlebnis macht.

Kommentare
Kommentar veröffentlichen