Rezension: Wie wir uns die Zukunft zurückholen
ISBN: 978-3710607851
Autor: Rudolf Anschober
Im Brandstätter Verlag am 18.3.2024 erschienen
Rezensionsexemplar? Ja
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Inhaltsangabe:
2040: Unser Leben ist besser geworden. Eine scheinbar kuriose Behauptung angesichts der vielen Krisen, die wir in der Gegenwart erleben. Doch Rudi Anschober zeigt in seiner ebenso Hoffnung machenden wie realistischen Zukunftserzählung: Wir können es gut haben. Anschober skizziert die Weichenstellungen, die es dafür in den nächsten entscheidenden Jahren braucht. Dafür bietet jeder Tag neue Chancen: Neue Pfade zu gehen, neue Strategien zu entwickeln, die große Trendwende einzuleiten. Oder, in den Worten von Oscar Wilde: Fortschritt ist nur die Verwirklichung von Utopien. Daher ist Anschober überzeugt: Es ist nicht die Zeit für Resignation, es ist nie zu spät für den Traum der Veränderung. Diese auf Wissenschaft, Fakten und Optimismus setzende Vision zeigt, wie ein gutes Leben mit der Klimawende aussehen kann – und wie es möglich wird. Unverklärt, der Realität ins Auge sehend, Mut machend. Ein Buch, das wir alle brauchen.
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Über den Autor:
Rudi Anschober, geboren 1960 in Wels, war Lehrer und Journalist, später langjähriger Landesrat für Klimaschutz und Integration in Oberösterreich. Von Januar 2020 bis Mitte April 2021 war er Sozial- und Gesundheitsminister der türkis-grünen österreichischen Bundesregierung. 2022 erschien sein Bestseller Pandemia. Einblicke und Aussichten. Seit seinem Rückzug aus der Parteipolitik ist Rudi Anschober als gefragter Vortragsredner, Autor und Berater tätig.
Meine Meinung:
Teilweise glänzt der Autor scheinbar mit Unwissenheit. Denn er schreibt von einer neuen Organisation, die in naher Zukunft gegründet wird, um Menschen zu helfen, die von Umweltschäden betroffen sind. Die Organisation sollte Grünes Kreuz heißen. Ironischerweise wurde das grüne Kreuz 1993 von Mikhail Gorbachov gegründet. Doch es ist positiv hervorzuheben, dass in weniger von 24 Stunden per Mail eine Auseinandersetzung über dieses Thema mit dem Herrn Autor stattfand.
Das Internationale Grüne Kreuz, gegründet am 18. April 1993 von Michail Gorbatschow in Kyōto, widmet sich der Förderung von Nachhaltigkeit und einer sicheren Zukunft durch die Unterstützung von Werten der globalen Verantwortung und gegenseitigen Abhängigkeit. Die Organisation arbeitet an der Förderung ethischer und legaler Standards zur Lösung und Prävention von Konflikten, die durch Umweltzerstörung entstehen, und leistet Hilfe bei Umweltschäden infolge von Krieg oder Konflikten.
Das Internationale Grüne Kreuz als Idee von Rudolf Anschober hingegen sollte eine Organisation sein, die Opfern von Naturkatastrophen durch Klimawandel hilft und sie rettet.
Doch es sollte nicht um eine sachliche, wissenschaftliche Analyse gehen sondern um eine positive Perspektive.
Und mit der positiven Perspektive hat es mich echt bekommen das Buch. Kein Buch hat mein Leben so verändert wie dieses. Denn zuvor überlegte ich mir noch jeden Sonntag ein Schnitzel zu essen und ein eigenes Auto anzuschaffen. Nun habe ich mich umentschieden und bin Vegetarier, solange ich noch veganen Käse nicht probiert habe. Denn Käse ist das einzige tierische Produkt, das ich derzeit noch konsumiere. Dass aber ein Drittel des gesamten CO2-Ausstoßes von den tierischen Produkten, Käse, Wurst und Fleisch, usw. kommt, hat mir eine Erleuchtung gegeben. Denn damit kann ich persönlich durchs Umsteigen vom Schweinsschnitzel zum veganen Schnitzel meinen Beitrag zur besseren Welt beitragen. Und ein Auto werde ich mir auch nicht mehr holen. Denn wenn in den nächsten Jahren die Bahn so stark ausgebaut wird, wie sie sollte und in diesem Buch prophezeit wird, ist es eher eine unnütze Anschaffung.
Was mir auch besonders gut gefällt ist die Rede am Buchabschluss. Denn sie ist richtig stark und motivierend. Ich habe mich auch deswegen im Klima-Aktivismus begonnen stärker zu engagieren.
Auch der allgemeine Schreibstil ist sehr gut. Denn während andere Bücher und Filme aus einer globalen Perspektive erzählen, erzählt Herr Anschober aus einer sehr persönlichen Perspektive. Wie er beispielsweise einen Monat in Italien bei Freunden Urlaub macht schreibt er so deutlich, dass es vor meinem inneren Auge einen Film erzeugt hat. Und nicht irgendeinen billigen, sondern der Film war richtig gut. Hab mir für dieses Buch auch erstmals Popcorn als Snack geholt, so spannend wars.
Fazit? Mit Verboten und Hochnäsigkeit kommt man nicht weit. Stattdessen mit einer positiven Stimmung, die die Bevölkerung mitnimmt. Denn "first movers are the winners" wie es so treffend heißt. Denn so lang haben wir nicht, 2030 ist die Zeit abgelaufen. Daher können wir noch den Eisberg der uns trifft rechtzeitig ausweichen, wenn wir jetzt den Kurs ändern.

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