Rezension Kung Fu Panda 4
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Po ist mittlerweile schon einige Zeit Drachenkrieger. Daher muss er eine Nachfolgerin ausbilden. Da kommt ihm die Füchsin Zhen im rechten Augenblick daher. Gemeinsam machen sie sich dann auf die mächtigste Schurkin, der Po bisher gegenübergetreten ist, dem Chamäleon den Gar auszumachen.
Der Film ist nichts für Neueinsteiger. Zu Beginn gleich der Schurke des ersten Films. Und auch von leichter Slapstickkomödie zu etwas düsterer, deeper Story. Der Wandel ist aber schon sinnvoll. Denn 2002 als der erste Film rauskam, war die Zielgruppe des Films sechs. Nun ist es 22 Jahre später und die meisten, die auch nur beispielsweise beim dritten Teil sechs Jahre alt waren, sind jetzt schon erwachsen oder so langsam am erwachsen werden. Und der Film macht auch klar dass er eben Kung Fu Panda Teil 4 ist und nichts für Neueeinsteiger.
denn bei anderen Reihen ist es anders. Die Realverfilmungen von Bibi und Tina beispielsweise sind für mich ein No Go Per excellence. Man nimmt die alten Fans nicht mit, sondern geht immer nur auf den neuesten Trend für Kinder. Doch Kung Fu Panda schert sich dabei um nix. Denn mit 215,4 Millionen Dollar Umsatz schon beim ersten Film, braucht er das auch nicht mal. Auch hatte ich mir erhofft dass er nicht im Stil vom dritten Teil weitergeht, denn der dritte Teil war mir echt schon zu seicht.
Mit all den Auftritten der alten Schurken, und ja hier sind ausschließlich männliche Wesen weshalb hier nicht gegendert wird, gab es mir einen Nostalgiekick over 9000. Denn in meiner Kindheit war Kung Fu Panda neben Toy Story und dem Kiddinx Universum (Bibi und Tina, Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen) mit eines der prägendsten Filmreihen. Daher freute es mich die Schurken so gesammelt zu sehen. Und als sie sich am Ende alle vor Po verbeugten, war es ein ganz starkes Zeichen. Denn damit wurde Pos Karriere als Drachenkrieger auch endgültig beendet, damit ist er nun spiritueller Führer.
Diese Szene verbindet sich auch ganz stark mit dem Thema des Films: Am Status quo festhalten statt auf neues, unbekanntes, möglicherweise besseres übergehen. Denn so wie Po jetzt lang Drachenkrieger war und nun einen Schritt weitergehen muss, haben die meisten der ursprünglichen Fans in ihrem Leben aktuell auch eine Entscheidung zu treffen. Sei es eine neue Schule, Studium oder der Einstieg ins Berufsleben. Gleichzeitig ist das Thema auch ein starker Kontrast zum dritten Teil, bei dem Familie das Zentralmotiv war. Nun ist es eher einzelkämpferisch in den nächsten Lebensabschnitt übergehen. Oder um den Film zu zitieren: "Weil die Dinge ihren Geschmack verlieren wenn sie immer gleich bleiben."
Nicht nur das Filmthema und der Nostalgiekick waren besonders erwähnenswert, ich möchte auch auf die Nachfolgerin von Po, die Füchsin Zhen eingehen. Ihr Name bedeutet Wahrheit, Wert und Stärke.
Denn heutzutage werden oftmals weibliche Figuren als Protagonistin verwendet ohne dass sie eine besondere Geschichte hat oder sie etwas besonders auszeichnet. Ich denke hier nur an Captain Marvel oder Rey "Skywalker". Sie hingegen kam von der Straße, wurde von der Bösewichtin großgezogen, um sie (ACHTUNG SPOILERWARNUNG!) im entscheidenden Moment zu hintergehen und der guten Seite zu helfen. Denn in jedem Kern ist das Potential für einen großen, fruchtbaren Pfirsichbaum. (SPOILERWARNUNG ENDE!)
Und als das Chamäleon die Schurken herholt wurde Unrecht zu Recht. Daher hat sie auch eines erkannt: "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.", um Bertolt Brecht zu zitieren. Damit vermittelt sie auch Wert.
Und dass sie dann im Endeffekt (ACHTUNG SPOILERWARNUNG!) das Chamäleon eigenhändig besiegt, (SPOILERWARNUNG ENDE!) beweist ihre Stärke.
Daher ist der Film einer der besten den ich in der letzten Zeit gesehen habe. 10/10 Sterne.

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