Rezension Baribe

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Was will der Film? Er will wohl als Botschaft zeigen, dass wenn man das Patriarchat stürzen will, Homosexuelle Männer und Frauen jeglicher Sexualität umprogrammieren muss und ihnen aufzeigen, dass die Situation für sie ganz und gar nicht perfekt ist. Doch zu Beginn wird die Idee eines Matriarchats gespielt, das am Ende dann auch eher nicht funktioniert. 

Denn zum Schluss hin diskutieren Barbie (Margot Robbie) und Ken (Ryan Gosling) über das dass es heißt Barbie und Ken. Nicht Patriarchat oder Matriarchat. Sondern Herrschaft aller Geschlechter. 

Doch da es gleichzeitig unterhaltend sein sollte, hat die Crew einen Spagat schlagen müssen. Selbstfindung, Erwachsen werden und wissen was man wirklich will und dazwischen immer wieder Gags, Gags, Gags.

Denn Fakt ist dass die heutige Gesellschaft mehrheitlich keine reine Gesellschaftskritik aushält. Denn sonst wäre es ein Arthouse Film. 

Die Story ist eine eigene Geschichte: Barbie hat Tag für Tag ihren perfekten Tag. Aber plötzlich beginnt sie über den Tod nachzudenken und damit wird es für sie immer schlimmer. Sie entdeckt Cellulite, ihre Füße werden plötzlich normal und es ist nichts mehr perfekt, sondern nur normal. Daraufhin macht sich Barbie mit Ken auf um es in der echten Welt zu richten. Ken kommt dann alleine zurück mit Wissen und versucht ein Patriarchat zu errichten. Aus Barbies Traumvilla wird Kens Mojo Dojo Caza Haus. Barbie wird nämlich währenddessen von Mattel festgenommen und muss von dort fliehen. Zuhause in der Barbiewelt veruscht sie dann die alte Ordnung wiederherzustellen, indem sie und ein paar andere Barbies alle Barbies umprogrammieren und damit das Patriarchat verhindert um abschließend ihr eigenes Ding in der echten Welt zu machen.

Was der Film meiner Meinung nach gut macht ist, dass er sowohl unterhält als auch zum nachdenken anregt. Denn er kann sowohl als typischer Hollywoodstreifen angesehen werden. Aber auch kann man sich an mehreren Stellen stoppen und darüber nachdenken. Beispielsweise:


1) "Über Ken machen wir uns eigentlich hier keine Gedanken": Als Barbie von Mattel gefangen genommen wird, spricht sie die Chefetage an, dass bevor sie geht, doch noch gerne wüsste wo Ken ist. Und der CEO sagt ihr dann dass man sich hier über Ken eigentlich keine Gedanken macht. Da in Barbiewelt zum dortigen Zeitpunkt ein Matriarchat herrschte, muss man das spiegelverkehrt auf die echte Welt umlegen. Denn noch viel zu häufig sind besonders in den oberen Etagen von Wirtschaft und Politik Frauen die Sekretärinnen und haben selbst eigentlich nichts zu sagen, weshalb sich viele Wirtschaftler auch keine Gedanken über Frauen machen. Sei es wegen geschlechtergerechter Medizin oder auch dem Gender Pay Gap.  

2) Das Ende von Barbie mit Ken: Zu Beginn des Films herrschte ein Matriarchat. Nach dem Ausflug in die echte Welt wurde ein Patriarchat erprobt, aber schlussendlich auch wieder fallen gelassen. Denn es heißt ja nicht Barbie oder Ken, sondern Barbie und Ken. Dies sollte auch so manch Feministin zu denken geben, die Männer bestrafen möchte und ein Matriarchat errichten will. Das Ziel sollte sein dass alle auf gleicher Ebene miteinander leben können und es nicht die Herrschaft von einem Geschlecht gibt. Das macht auch der Abschied von Barbie mit der Barbiewelt eigentlich ganz gut. So stehen dann die anderen Barbies, die Kens und die Chefetage von Mattel da und winken alle gleichzeitig. 

Das sind hier nur 2 Beispiele, der ganze Film ist aber eigentlich gefüllt davon. 

Das einzige was ich schad finde ist dass die Männer als zu einfach dargestellt werden. Während die Frauen Astronautinnen, Präsidentinnen und Unternehmerinnen sind, mögen die Männer Bier, Pferde und Autos. Aber nach all den Damsel in Distress ist es auch okay in einem Film mal männliche Damseln zu sehen.

Und aufgrund des Spagats, das dieser Film schafft, zwischen feministischer Gesellschaftskritik, einem Lachen über die Männer, die nur Bier, Pferde und Autos mögen, und einer entspannten Unterhaltung.

Aufgrund des Spagats hat der Film auch 9,5/10 verdient. Die Darstellung der Männer hätte man echt besser machen können und nicht als dümmliche Hampelmänner.


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