Rezension Otto`s Eleven

Otto’s Eleven ist eine deutsche Filmkomödie aus dem Jahr 2010. 

(C): film.at

Handlung:

Auf Spiegeleiland versuchen Otto und seine Freunde durch einen kreativen Werbespot den Tourismus anzukurbeln, doch ziehen sie dadurch ungewollt die Aufmerksamkeit eines kunstliebenden Casinobetreibers auf sich, der ein wertvolles Gemälde aus Ottos Besitz stiehlt. Entschlossen, das gestohlene Kunstwerk zurückzuholen, machen sich die Freunde auf zum Festland und ins Casino des Diebes. Mit Unterstützung einiger Casino-Mitarbeiter planen sie einen gewagten Einbruch, der durch einen missglückten Tunnelbau und einen kreativen Plan mit einer abgelenkten Fernsehcrew, einer Täuschungsaktion und einem Ablenkungsmanöver gekennzeichnet ist. Trotz aller Widrigkeiten und beinahe entdeckt zu werden, gelingt es der Gruppe, den Tresor zu erreichen. Zu ihrer Überraschung finden sie neben dem Gemälde auch hinterzogene Steuergelder in Millionenhöhe vor. Am Ende werden sie nicht nur mit der Rückgewinnung des Gemäldes belohnt, sondern erlangen durch die unerwartete Wendung auch Reichtum und neue Verbündete, darunter den Chef der Wache. So endet ihre Abenteuerreise mit einem unverhofften Glücksfall, der das Leben aller Beteiligten auf Spiegeleiland für immer verändert.

(Vgl. wikipedia.com)


Meine Meinung:

Otto hat eine besondere Eigenheit. Er macht gefühlt alles zum hundersten und tausendsten Mal und wiederholt es immer noch. So beispielsweise sein Hüpfen. Er hüpft seit den 70ern über den Bildschirm wie ein Känguru. Nur ist es jedes Mal in einem anderen Kontext. Hier hüpft er als Ablenkungsmanöver durchs Casino, um sein Bild zurückzugewinnen. Diese Eigenheit mag ich bei Otto. Er mischt bekannte Elemente aus seinem Repoirtoire mit neuem Setting. 

Weiters fand ich positiv, dass er teilweise auch ein bisschen freizügigeren Humor verwendet. Beispielsweise in einer Szene wird von den Waffen einer Frau gesprochen und er malt die nackige Securitychefin vom Casinochef. Denn sonst hat Otto so einen braven Humor. Nun hat er sich aber auch ein bisschen was getraut. Oder beispielsweise eine weitere Szene: Im Casino sitzt er an einem Tisch als Ablenkung. Da kommt eine Security Person of Colour namens Peter daher und den bezeichnet er als "Schwarzer Peter". Diese Witze finde ich super. Denn wenn sich wer trauen soll, dann die Kunst. Für mich ist eines der wesentlichen Effekte mit dem gesellschaftlich sagbaren zu brechen. Und das macht er hiermit.

Jedoch ist es auch zu bedenken, dass die Handlung etwas schnell erzählt ist und teilweise nicht ganz schlüssig. So die Mithilfe der Casinomitarbeiterinnen. Otto und seine Freunde stolpern einfach über sie und sie helfen mit. Genauso die Nachbarsoma. Doch man sollte bedenken, dass es nicht der Anspruch vom Otto ist, eine tiefgreifende und gesellschaftskritische Tragikkomödie a la Friedrich Dürrenmatt zu schreiben. Es ist eher der Anspruch in möglichst ernsten Settings Humor reinzubringen.

Alles in allem ist es ein ziemlich gelungener Film. Ich habe selten so viel gelacht wie beim Otto!

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