Die großen Ökonomen: John Maynard Keynes

Der britische Ökonom John Maynard Keynes reagierte in den 1930ern mit seinem Hauptwerk "The General Theory of Employment, Interest and Money" auf die große Depression. 

(C): https://www.nytimes.com/2016/01/12/upshot/john-maynard-keynes-great-economist-terrible-currency-trader.html


Seine Kernidee war es, dass Nachfrage Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum steuert. Denn wenn die Nachfrage höher ist, ziehe das Angebot mit. Und dadurch werden auch Arbeitsplätze geschaffen. Und besonders in Krisenzeiten seien staatliche Eingriffe in die Wirtschaft und Steuersenkungen notwendig. Geht`s der Wirtschaft wieder gut, reduziert man die Staatsausgaben und erhöht die Steuern, damit man wieder genug Geld für die nächste Krise hat.

Keynes Ziele waren eine stabile Wirtschaft, die auf Wachstum und einem hohen Beschäftigungsniveau basiert.

In den 1970ern kam es jedoch mit der Stagflation zu Kritik an Keynes. Denn diese Politik würde die Inflation und die Staatsverschuldung erhöhen. Daher verlor die nachfrageorientierte hinsichtlich einer angebotsorientierten Wirtschaftspolitik. Niedrige Steuern und weniger staatliche Regulierungen waren der neue Trend.

Die angebotsorientierte Wirtschaftspolitik ging dann bis zur Finanzkrise 2008 gut. Dort wurden dann in vielen Weltmächten wie China, USA oder Großbritannien massive staatliche Investitionen getätigt - back to Keynes sozusagen. Die Pakete zielen auf Infrastruktur, Bildung, Gesundheitswesen und direkte Unterstützungen für Bürger:innen und Unternehmen ab. Weltweit senkten zu dieser Zeit auch die Zentralbanken die Zinssätze, damit der Konsum angekurbelt wird.

Mit der neuerlichen Inflation bedingt durch die Energiekrise kamen staatliche Investitionen wieder in mode. Die Staaten, die derzeit staatlich subventionieren, sei es Griechenland oder die USA mit dem Inflation Reduction Act, profitieren auch am meisten. Dem Inflation Reduction Act werde ich auch einen eigenen Post in nächster Zeit widmen.

Staaten wie Deutschland und Argentinien, die hingegen auf die staatliche Sparflamme setzen, haben eine schrumpfende Wirtschaft.


zur weiteren Nachlese:

https://www.econlib.org/library/Enc/KeynesianEconomics.html
https://www.imf.org/external/pubs/ft/fandd/2014/09/basics.htm#:~:text=Keynesians%20believe%20that%2C%20because%20prices,constant%2C%20then%20output%20will%20increase.
https://www.dieter-suhr.info/de/Leseproben/leseprobe-4.html
https://www.nzz.ch/pro-global/pro-global-die-geopolitik-bestimmt-die-us-industriepolitik-immer-mehr-ld.1742837
https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-12-maerz-2024-100.html
https://www.youtube.com/watch?v=cfaubxeS5HU&t=417s
https://www.nytimes.com/2016/01/12/upshot/john-maynard-keynes-great-economist-terrible-currency-trader.html



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