Rezension "Das Buch vom Feminismus: Ein intersektionaler Leitfaden für die nächste Generation"
ISBN: 9783949315053
Autorin: Jamia Wilson
Am 3.8.2021 im Zuckersüß Verlag erschienen
Rezensionsexemplar? Nein
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Über den Inhalt:
„Das Buch vom Feminismus“ ist eine knallbunte Einführung in den intersektionalen Feminismus für die nächste Generation von Aktivist*innen.
In diesem Handbuch für Kinder und junge Erwachsene ab 10 Jahren kartografiert die Erfolgsautorin Jamia Wilson die Punkte, an denen sich Gender, Ethnie, Klasse, Fähigkeiten, Sexualität und Kultur treffen. Sie erzählt ihre eigene Geschichte, nennt die relevanten Statistiken und Zitate und lädt ihre Leser*innen dazu ein, ihre eigene Antwort auf die Frage zu finden: „Was bedeutet heute eigentlich Feminismus?“
• Ein neues feministisches Standardwerk für junge Erwachsene
• Intersektional und inklusiv: ein Buch für alle!
• Behandelt 15 Themen rund um Feminismus: von Geld und Gesundheit, über Medien und Aktivismus bis hin zu Beziehungen und Bildung
Quelle: goodreads.com
Über die Autorin:
Jamia ist eine feministische Aktivistin, Autorin und Rednerin. Sie kam 2021 als Vizepräsidentin und Chefredakteurin zu Random House. Als ehemalige Direktorin der Feminist Press an der City University of New York und ehemalige Vizepräsidentin für Programme am Women's Media Center war Jamia eine führende Stimme in Fragen der Frauenrechte seit über einem Jahrzehnt. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Medien veröffentlicht, darunter in der New York Times, der Today Show, CNN, Elle, BBC, Rookie, Refinery 29, Glamour, Teen Vogue und The Washington Post. Sie ist die Autorin von Young, Gifted, and Black, der Einleitung und mündlichen Überlieferung in Together We Rise: Behind the Scenes at the Protest Heard Around the World, Step Into Your Power: 23 Lessons on How to Live Your Best Life, Big Ideas für junge Denker, ABC's von AOC und Mitautor von Roadmap for Revolutionaries: Resistance, Advocacy, and Activism for All.
Quelle: goodreads.com
Meine Meinung:
Im Buch "Das Buch vom Feminismus" sollte suggeriert werden, dass es um die verschiedenen Themen geht, in denen Frauen und diverse Personen diskriminiert werden.
Es stimmt auch teilweise. Denn am Ende jedes Kapitels steht mit falscher Quellenangabe über irgendwelche Statistiken geschrieben, die nicht direkt was aussagen, dass Frauen und diverse Personen benachteiligt werden. Wie beispielsweise dass nur 4 Länder der Welt ein Parlament haben, das zu mehr als 50% aus weiblichen Abgeordneten besteht. Doch die Quellen sind nicht korrekt angeführt. Es steht einmal beispielsweise nur aus den New York Times. Doch nicht in welcher Ausgabe und in welchem Artikel genau.
Teilweise werden auch Informationen ausgelassen. So wird beispielsweise an einer Stelle kritisiert, dass es bisher nur einen schwarzen US-Präsidenten und keine Frau gab, die im Oval Office arbeiteten.
Sehen wir uns zunächst die Frauengeschichte in der USA an. Seit 104 Jahren ist es erst erlaubt, dass Frauen wählen. Seit 1964 ist es erst so dass kein Mensch mehr diskriminiert werden darf aufgrund von äußerlichen Eigenschaften wie Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Sexualität, usw.
People of Colour haben es noch schwerer. Statistisch gesehen sind sie am häufigsten im Gefängnis und sind immer noch Polizeigewalt ausgesetzt. Und während zwar 1964 dieses Gesetz verabschiedet wurde, kam es zu dieser Zeit wieder zu einem Aufleben des Ku-Klux-Klans. Also wie sollten Menschen, die vom Staat und einigen Menschen Gewalt erfahren, über 50% der Menschen zu überzeugen? Dass Menschen die noch Gewalt aufgrund ihrer Hautfarbe erfahren, es jetzt nicht einfach haben ein Präsidentenamt zu erlangen, liegt dann auch auf der Hand.
Es war hingegen schon 1789 schon verboten, dass weiße, heterosexuelle Männer diskriminiert werden. Dadurch hatten weiße, heterosexuelle Männer bereits 200 Jahre Vorsprung. Und dass in einer Gesellschaft in der erst seit 60 Jahren eine beinahe Gleichstellung herrscht, die Damen und People of Colour nicht gleich viel Präsidenten hatten wie die weißen Männer. Doch es herrscht nur wegen diesem Gesetz offiziell Gleichstellung. In Wahrheit gibt es Polizeigewalt und auch Festnahmen und gesellschaftliche Diskriminierung.
Doch statt über Polizeigewalt, gesellschaftliche Diskriminierung oder auch die hohen Hürden für ein Präsidentenamt zu reden, beschwert man sich nur darüber dass es keine Präsidentin gab und gibt. An dieser Stelle hingegen hätte man die Rolle der gegenwärtigen Vizepräsidentin Kamala Harris, erste weibliche, asiatisch-amerikanische und afroamerikanische, hervorheben können. Statt kritisieren was nicht ist aufgrund offensichtlicher gesellschaftlicher Diskriminierung, könnte man stattdessen Erfolge hervorheben.
Und bis auf die paar Statistiken am Ende von jedem Kapitel geht es eigentlich nur um die Lebensgeschichte der Autorin. Das hatte ich mir unter dem Buchtitel "Das Buch vom Feminismus" nicht erwartet. Ich erwartete eine für Kinder verständliche Geschichte
Fazit? Es fehlt dem Buch zuallererst am Thema Feminismus und auch an der Sachlichkeit. Teilweise werden sogar Informationen ausgelassen und Fakten so hingebogen, dass sie für die eigene Argumentationslinie reichen. Dieses Buch empfehle ich nicht!

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