"in der Mitte der Hölle sitzt da Schorschi Dornauer" - Interview mit Dominik Oberhofer
Dominik Oberhofer ist Klubobmann der NEOS im Tiroler Landtag und Landessprecher der NEOS Tirol. Ich konnte mit ihm ein Interview führen.
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| (C): NEOS Tirol |
Dann möchte ich Sie zunächst herzlichst zum Interview begrüßen und zunächst würde ich gerne wissen: In der Landtagssitzung vom Dezember hat es angeblich einen guten Witz von Ihnen gegeben. Könnten Sie den einmal erzählen?
Der Bundeskanzler kommt nach dem Tod in den Himmel hinauf und steht vor dem Petrus. Und der Petrus sagt: Weil sie so ein guter Kerl auf der Welt waren und ehrlich und brav dürfen Sie sich aussuchen, ob Sie in die Hölle oder den Himmel wollen. Und da schaut sich der Bundeskanzler im Himmel um und denkt sich "Da schauts recht gemütlich aus" Da sind überall Wolken und die Leute liegen da ein bisschen herum, manche haben eine Harfe und zupfen da ein bisschen herum. Das schaut alles gemütlich und harmonisch aus. Dann sagt er: "Kann ich mir die Hölle auch mal anschauen?" Sagt der Petrus "Selbstverständlich" und fährt mit ihm in die Hölle hinunter. Der Bundeskanzler ist dann in der Hölle unten und es schaut aus wie im Schlaraffenland. Es fließen da tolle Flüsse mit Honig und Wein, überall gibt's was zum Naschen, in der Mitte der Hölle sitzt da Schorschi Dornauer und spielt mit seiner Ziehharmoniker ein auf. Dann fahrt Petrus mit dem Bundeskanzler wieder rauf und dann sagt der Bundeskanzler "Petrus, wenn ich es mir aussuchen kann, dann schauts in der Hölle schöner aus als im Himmel." "Kein Problem" sagt dann Petrus und fährt mit dem Bundeskanzler wieder in die Hölle hinunter, die Tür geht auf und es schaut irgendwie so aus als wie es Hieronimus Bosch immer gezeichnet hat: Die Leute werden gequält, überall Feuer, jeder steckt in der Scheiße drin. Da sagt der Bundeskanzler: "Um Gottes Willen, was ist da los, was ist da passiert?" Dann sagt der Petrus:" Das war vor der Wahl."
Weil ich eben über das Budget gesprochen habe und es würde nie so ausschauen, wie es jetzt ausschaut, wenn nicht dieses Jahr Nationalratswahlen wären.
Welche Farbe sollte Ihrer Meinung nach der ideale Bus haben?
Der ideale Bus sollte meiner Meinung nach eine Signalfarbe haben, also gelb, so wie es bis dato war. Ich persönlich bin hier auch einer der ersten gewesen, der mitbekommen hat, dass die Busse gefärbt werden, weil ich war mit meiner Familie in Ischl skifahren an dem Tag und steh dann dort, hab unten in der Garage geparkt und die Kinder haben oben gewartet, bis ich mit dem Auto rauffahre, um sie mit den Skiern abzuholen. Da war dann ein deutsches Ehepaar neben uns und die haben diskutiert. Da sagte die Dame zum Ehemann: "Ne Edgar, du kannst nicht in die rosarote Linie einsteigen, du musst die blaue nehmen. Die Blaue fährt nach Galtür, die Rosarote fährt nach Kappel." In Wirklichkeit ist es aber so, dass es nicht die rosarote Linie ist und auch nicht die blaue Linie ist, sondern die Farbgebung der Busse ist, die aber nichts mit dem zu tun haben, wo die Busse hinfahren, am Ende des Tages nur eine Idee ist, um das ganze hip erscheinen zu lassen. Doch ich glaube, dass das die Konsumentinnen und Konsumenten am Ende des Tages komplett verwirrt.
Beim Thema Nightliner habe ich etwas nicht ganz verstanden: Wenn man die Nightliner ausbaut, müsste ja das derzeitige Personal mehr arbeiten?
Ich glaube, dass wir schauen müssen, dass der öffentliche Verkehr ausgebaut wird und leider wird es vor allem in die Nacht hinein vergessen. Und gerade in die Nacht hinein am Wochenende spielt es eine noch größere Rolle, weil wir den Verkehr für die Bevölkerung deutlich sicherer machen. Weil wenn du einen Bus nehmen kannst zum ausgehen, dann kann es auch sein, dass du untertags autofährst, aber wenn du was trinken möchtest, mit dem Bus fährst. Da muss man mehr in den öffentlichen Verkehr investieren und leider passiert das aktuell zu wenig.
K.I made in Tirol oder by High Tech Indern?
Leider Gottes wird das in Indien stattfinden, weil wir fürchten uns davor, vor allem unser Staatssekretär für Digitalisierung, der totale Angst hat vor künstlicher Intelligenz und des möchte er auf irgendeine Weise regulieren. Man möchte sich nur vorstellen, wie naiv die Politiker sind, die sich damit beschäftigen. Stell dir vor, wir hätten uns im Jahr 1996 Gedanken gemacht, wie wir das World Wide Web regulieren könnten, wie das unausgewogen berichtet wird und keine Ahnung was. Des is völlige Utopie und Überlegungen, die in der Gesetzgebung nie stattfinden werden.
Danke fürs Interview!

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