"Lehrlinge sind die Fachkräfte von morgen" - Interview mit Maria Reiter


Maria Reiter ist Berufsschullandesschulsprecherin und Lehrling des Monats Februar 2023. Ich konnte ihr ein paar Fragen stellen.

(C): Maria Reiter

Dann wollte ich Sie zunächst herzlichst zum Interview begrüßen und zunächst erfahren, wie es als Lehrling des Monats ist.

Meine erste Lehrlings-Ausbildnerin hat mich dazu bewegt, dass ich mich anmelde. Im Anschluss habe ich die E-Mail erhalten, dass ich für die Entscheidung beim September 2022 dabei wäre. Leider hatte ich bis dahin nichts gehört, jedoch erhielt ich im Dezember die erfreuliche Nachricht, dass ich als Lehrling des Monats Februar 2023 ausgezeichnet werde. Ich war sehr überrascht darüber und meine Freude war natürlich riesengroß!


Was denken Sie, warum Sie das geworden sind?

Lehrling des Monats ist, wie Landesrätin Astrid Mair im U1 Interview gesagt hat, eine Auszeichnung für besondere Leistungen im betrieblichen sowie im privaten Bereich. Das betrifft, die eigene Einbringung im Lehrbetrieb und die Aktivitäten in der Freizeit. Dies können beispielsweise Vereine oder andere Leistungen sein.


Was machen Sie bei U1?

Bei der U1 Tirol Medien GmbH bin ich im Hörer:innenservice, der Werbedisposition und im Bereich "Social Media" tätig. Der Hörer:innenservice ist im Großen und Ganzen die Betreuung von den Hörer:innen am Telefon, die dazukommenden E-Mails, die direkt ans Büro gehen und Kund:innenbetreuung bzw. wenn Musiker:innen oder Studiogäste zu uns kommen, versorgen wir diese an der Bar mit Kaffee. Die Werbedisposition ist für die Gliederung von der Werbung, die am Tag läuft, zuständig. Das bedeutet, dass Branchen sortiert werden und dann im Endeffekt die Playlists für den kommenden Tag oder für das Wochenende abgeschlossen werden.


Wie läuft es bei der Zusammenarbeit mit den Kolleg:innen? Haben Sie da Ihre Fähigkeiten im Bereich von Medien weiterentwickeln können?

Also bei uns ist es wirklich so, dass wir alle ein sehr gutes Miteinander haben, denn das U1-Team ist wie eine zweite Familie. Man könnte sich kein besseres Team wünschen.

Ich habe auch wirklich die Möglichkeit, dass ich mich weiterbilden kann. Sei es seitens der Geschäftsführerin, seitens des betrieblichen Geschehens oder seitens allgemeiner Angebote.

Der Bildungsminister hat gesagt, dass Soldat:innen unterrichten sollen. Wie sehen Sie diesen Vorschlag?

In den Berufsschulen hat man in meinem Fall einmal pro Woche Schule, in anderen Bereichen hat man meistens blockweise den Unterricht. Meiner Meinung nach ist es nicht notwendig, weil wir sehr fachbezogenen Unterricht haben. Man könnte jedoch Workshops einbringen, welche vom Bundesheer abgehalten werden.

Was glauben Sie, wie Sie die Berufsschulen gegenüber Land und Bund vertreten können?

Mein Ziel ist es größtenteils die Berufsschulen und das duale Ausbildungssystem aufzuwerten, da meistens gesagt wird, dass man nur mit Matura erfolgreich werden kann. Aber Lehrlinge sind die Fachkräfte von morgen. Daher fände ich es gut, wenn das duale Ausbildungssystem der Matura gleichgestellt würde.

Zudem bin ich natürlich für jegliche Wünsche und Veränderungsvorschläge der Berufsschüler:innen offen und versuche diese umzusetzen.

Wie wollen Sie das machen?

Man sollte bereits in den Unterstufen und Mittelstufen nähergebracht bekommen, dass es tolle Lehrstellen gibt, denn in Tirol werden jährlich hunderte Lehrlinge gesucht. Mein Ziel wäre es, junge Leute dahingehend zu überzeugen, dass eine Lehre viel Sinn ergibt. Besonders den vielen Schüler:innen, die bis in die Oberstufe noch nicht wissen, was sie später einmal werden wollen.

Welche Perspektiven sehen Sie für angehende Radiojournalisten, besonders wenn man jetzt das Internet dem gegenüberstellt?

Journalismus ist ein durchaus interessantes Thema. Es gibt mehrere Sender, sei es Fernsehen oder Radio, bei denen es Ausbildungsplätze gibt. Für Medien interessierte Menschen wäre es bereits ein Praktikum eine Möglichkeit hinter die Kulissen zu blicke und zu erfahren, wie das Ganze so abläuft.

In Gegenüberstellung mit dem Internet bietet das Radio viel mehr Persönlichkeit. Über das Internetradio ist es möglich U1 auf der ganzen Welt zu empfangen. Dies erweitert die Hörer:innen-Reichweite natürlich sehr.

Was würden Sie nach Abschluss Ihrer Lehrausbildung machen?

Ich habe vor, dass ich beim U1 bleibe, das steht mal an erster Stelle. Natürlich werde ich nach Weiterbildungsmöglichkeiten suchen. Sei es für Grafikdesign, Merchandise oder Social Media. Ich möchte auf alle Fälle in der Medienbranche bleiben und das möglichst lange beim U1.

Inwiefern hat Ihre Tätigkeit bei U1 Ihre Visionen im Rundfunk und Medienbereich beeinflusst?

Ich habe schon früh gerne Radio gehört. Da das Radio im Büro selbstverständlich läuft, bekomme ich täglich einen Einblick ins ganze Geschehen. Was ist los in Tirol, welche Veranstaltungen gibts, welche politischen oder sportlichen Ereignisse sind aktuell. Man bekommt mehr davon mit, was in der Welt geschieht und ist immer auf dem aktuellen Stand.

Warum sind Sie genau für die Schülerunion angetreten?

Ich bin mit dem Team Igniculus von und für die Schülerunion angetreten, da diese Gemeinschaft jeden herzlich willkommen heißt. Die Schülerunion hat mir bereits binnen kurzer Zeit gezeigt, wie schnell man großartige Freundschaften schließen kann. Das Sprichwort "Einer für alle - alle für einen" würde es ziemlich gut beschreiben!

Wie auch Maximilian Steinlechner bei seiner Rede am Wahltag gesagt hat: "Igniculus progressus, motus futuri!" - "Der Funke des Fortschritts ist die Bewegung der Zukunft" Wir möchten mit dem Team Igniculus einen Schritt in Richtung Zukunft in den Tiroler Schulen machen und für möglichst viele Verbesserungen sorgen.

Vielen Dank für das Interview!

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