"Das wird eine rückwärtsgewandte Regierung, die teilweise Politik aus dem letzten Jahrhundert macht." - Interview mit David Egger

David Egger ist Klubobmann und Landessprecher der SPÖ Salzburg. Ich konnte mit ihm ein Interview führen.

(C): SPÖ Salzburg



Politischer Paul: Eine Sache müssen Sie mir genauer erklären: Vor der Landtagswahl wollten Sie Landeshauptmann werden und schielten auch Richtung FPÖ für eine Regierung. Nach der Wahl sagten Sie zu einer Allianz für Salzburg nein, da Sie "kein rotes Regierungsmascherl" sein wollten. Wie passt das zusammen?

David Egger: muss man 2 Sachen trennen. Es ist mein Demokratieverständnis, das man im Vorhinein sagt, dass man mit allen redet und auch mit allen schon nach der Wahl auseinandersetzt. Das gilt für mich in der SPÖ Salzburg.

Auf der anderen Seite: Was ist nach der Wahl passiert? Die Allianz von Salzburg ist ein Wunschdenken vom Landeshauptmann gewesen. Ich weiß nicht, wie er sich das genau vorgestellt hätte. Der Vorschlag ist auch eher medial gekommen, direkt informiert wurden wir jetzt nicht. 

Wenn man die Herdprämie herausnimmt, wo die FPÖ Taschengeld zahlen will, an Frauen, die daheim bleiben, dann spielt das nicht für eine fortschrittliche Politik. FPÖ und ÖVP sprechen immer gerne über Fortschritt, in Wahrheit aber machen sie das Gegenteil.

 Wenn ich mir so Sachen anschaue, wie Deutsch als Pflicht für Gemeindewohnungen, klingt das schon ein bisschen seltsam, weil, wie will ich internationale Fachkräfte herbekommen und denen keine Wohnung geben. 


Politischer Paul: Ihr Photoshop-Parodie auf Arnold Schwarzenegger, das Internetsujet der roten Hanni in Niederösterreich und die Excel-Auszählung sind jetzt alles Dinge, die eher für Gelächter gesorgt haben. Wie kann man die IT-Kompetenz innerhalb der SPÖ verbessern?    

David Egger: Ich hab die Parodie ganz lustig gefunden. Ich glaube, es ist auch Sinn und Zweck von solchen Memes, dass man für Aufmerksamkeit sorgt und für Schmunzeln sorgen kann. Auch in der Politik darf man sich Humor erlauben und Humor auch nicht verlieren. Auf der anderen Seite die Auszählung, ja ich bin der Meinung, dass man einen Punkt drunter machen muss. Irgendwann muss man mal den Schlussstrich ziehen. Ich glaub man sollte solche Sachen ernst nehmen und einen Punkt drunter setzen. Andreas Babler ist der gewählte Vorsitzende und da hat er die volle Unterstützung von mir und der SPÖ Salzburg, sodass wir künftig Themenpflöcke einschlagen und mit einem geschlossenen Team auch bei der nächsten Nationalratswahl dazugewinnen.


Politischer Paul: Wie wird Salzburg 2028 aussehen? .

David Egger: Wir haben jetzt eine FPÖ in der Regierung die vor der Wahl sein wird wie nach der Wahl. Wir haben eine FPÖ, die Windkraft verhindern möchte. Wir haben eine FPÖ, die die Landesumweltanschaft abschaffen möchte. Wir haben eine FPÖ. die immer den neoliberalen Gedanken vor eine feste staatliche Struktur gestellt. Am Ende des Tages stand sie immer auf der Seite der Unternehmer. Mit dieser FPÖ werden wir in Salzburg einen Schritt zurück machen. Das wird eine rückwärtsgewandte Regierung, die teilweise Politik aus dem letzten Jahrhundert macht. 


Politischer Paul: K.I? 

David Egger: Chance und Gefahr

Politischer Paul: Internetausbau?

David Egger: Gut

Politischer Paul: Klimaschutz? 

David Egger: Notwendig

Politischer Paul: Soziale Ungleichheit? 

David Egger: Leider

Politischer Paul: Inflation?

David Egger: furchtbar

Politischer Paul: Erbschaftssteuer?

David Egger: Ja

Politischer Paul: Herdprämie? 

David Egger: Rückwärtsgewandt


Vielen Dank fürs Interview!

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