"Die Schulen sind fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens." - Interview mit Martin Polaschek
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| Foto: ©BKA/Andy Wenzel |
Martin Polaschek ist Österreichischer Minister für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Ich konnte ihm 2 Fragen stellen.
1.
Warum hat der diesjährige Maturajahrgang, der
2020 in die Oberstufe kam und dadurch am meisten der bisherigen Maturajahrgänge
mit Corona zu kämpfen hatte, die bisher wenigsten Erleichterungen? Hätte man
den Weg zu einer Normalität nicht später einschlagen können?
Die Unterstützung
der Schülerinnen und Schüler während der Pandemie war mir persönlich ein
besonderes Anliegen. Aus diesem Grund habe ich etwa bereits kurz nach meinem
Amtsantritt im Jänner 2022 ein umfangreiches Paket zur Bekämpfung der Corona-Folgen
bei Schülerinnen und Schülern vorstellen können. Seit diesem Zeitpunkt haben
wir bereits rund 250 Millionen Euro in zusätzliche Förderstunden für
Schülerinnen und Schüler in die Hand genommen, um pandemiebedingte Lerndefizite
bestmöglich kompensieren zu können.
Zur Frage der Corona-Regeln: Die Schulen sind fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Somit wurden die Regeln für die Schulen, wie für jeden anderen Teil der Gesellschaft auch, Variantenmanagementplans des Gesundheitsministeriums festgelegt.
2.
Wie kann man Ihrer Meinung nach junge Menschen
mehr für Politik begeistern? Wäre hier eine Direktwahl der LSV und BSV ein
Schritt in die Richtung?
Das Engagement in
der Politik ist etwas besonders Bereicherndes. In fast keinem anderen Bereich
kann man so gestalten und Verantwortung für sein Land übernehmen. In der
Politik braucht es vor allem Mut und Entschlossenheit, um seiner Meinung
Ausdruck zu verleihen und sich dann auch für Anliegen stark zu machen. Ich kann
daher nur jedem jungen Menschen raten, sich politisch in unsere Gesellschaft
einzubringen.“
„Zur Frage der Direktwahl der LSV und BSV: Wir leben in einer repräsentativen Demokratie. Die Bevölkerung wählt bei den unterschiedlichen Wahlen politische Vertreterinnen und Vertreter aus ihrer Mitte. Diese Landtagsabgeordneten oder Nationalräte geben dann wiederum einer Regierung im jeweiligen Gremium eine Stimme und somit eine Mehrheit, um Projekte und Vorhaben umzusetzen. So sollte es meiner Meinung auch im Schulbereich weiterhin sein.

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