Interview Gebi Mair


Im Zuge der Landtagswahl hatte ich die Gelegenheit mit einigen Spitzenkandidaten ein Interview zu führen. Unter anderem auch  mit Gebi Mai  dem Spitzenkandidaten der Tiroler Grünen.

© Gebi Mair
Warum sollte man Ihre Partei als Jugendlicher wählen?

Weil die Grünen die einzige Partei sind, die ernsthaft gegen den Klimawandel was tun will und der Klimawandel wird uns in den nächsten Jahrzehnten noch beschäftigen. Mir ist übrigens auch aufgefallen, beim Lesen der etcetera. , die krieg ich immer und da waren bei der letzten auch ganz viel Themen zum Klimawandel drin. Auch Jugendliche selber wissen, dass das ihre Themen sind.

Was ist zurzeit die größte Herausforderung?
Der Klimawandel. Wir können uns derzeit gar nicht vorstellen, wie groß die Herausforderung wird, denn wir sehen derzeit nur kleine Ausschnitte davon und da schon, dass das dramatisch ist. Viele Themen spielen da mit. Verkehrsbelastung, Transit, Energieverbrauch. Am Ende des Tages sind das alles Themen, die den Klimawandel, oder die Klimakrise, je nachdem wie man es nennen will, befeuern.

Was würden Sie für Sofortmaßnahmen bei möglicher künftiger Regierungsbeteiligung treffen wollen?
Wir müssen raus aus den fossilen Energien und das betrifft alle Bereiche, sowohl im Verkehr, das sind immer noch Diesel und Verkehr. Weg damit. Beim Heizen. Öl und Gas müssen raus. Und bei der Stromproduktion vor allem ganz stark. Wir müssen das ganze System reformieren. Das ist alles ein altes System und das müssen wir decken und das hängt alles miteinander zusammen.

Welchen Teil der Gesellschaft vertritt Ihre Partei im Parlament?
Die Grünen vertreten grundsätzlich ein Haltung und ein Anliegen. Die Haltung heißt Respekt vor Mensch und Natur. Das Anliegen ist der Schutz von Mensch und Natur und jedem einzelnen darin und deswegen kann man das nicht ausschließend sagen, die Grünen vertreten den und den nicht, sondern die Grünen vertreten einen Zugang zur Gesellschaft. Selbstbestimmtheit ist eine unserer Grundwerte. Das jeder Mensch so sein darf wie er oder sie möchte. Daher möchte ich sagen, dass wir ganz bestimmt keinen ausschließen, wir vertreten nicht nur bestimmte Gruppen. Andere Parteien sagen vielleicht wir sind die Bauernpartei, wir sind die Beamtenpartei, wir sind die Wirtschaftspartei. Das tun wir explizit nicht, bei uns geht es um Themen.

Was ist somit die Rolle der Grünen im Parlament?
Wir wollen Ideen einbringen, wir wollen Innovation einbringen, den Kampf gegen den Klimawandel führen, dafür Mehrheiten suchen im Parlament, wir verstehen uns als Grüne im Parlament immer als konstruktiv, indem Sinn, dass wir versuchen mit anderen zusammenzuarbeiten, Mehrheiten zu finden, auch Regierungen zu bilden, wo es möglich ist.

Was ist der größte Erfolg in der letzten Periode?
Das Klimaticket. Weil es ein enormer Boost für den öffentlichen Verkehr ist. Dass der öffentliche Verkehr leistbar wird für alle. Für Schülerinnen und Schüler war er schon leistbar, aber früher hat es für Schüler*innen nur ein Ticket gegeben vom Wohnort zur Schule und zurück. Und dass Schülerinnen und Schüler ein Tirolticket haben, das haben die Grünen zum Beispiel eingeführt.

Was ist Ihrer Meinung nach das größte Problem für die Jugendlichen?
Das ist eine schwierige Frage. Ich glaube, dass es schwierig und gleichzeitig eine Chance ist, in einer Welt, die so vielfältig ist und gleichzeitig so vielfältig, dass sie quasi atomisiert und jede und jeder für sich allein sein soll und dass es da schwierig ist einen guten Weg zu finden. Wir sehen es derzeit bei der psychischen Belastung für Jugendliche. Dass das eine wirklich große Herausforderung ist nach Pandemie und allem aber grundsätzlich in dieser wahnsinnigen Vielfalt was zu finden was für einen selber und für andere Menschen gut ist und einen möglichst von den Eltern abkoppelt.

Man liest ja immer wieder von der Korruption. Was würde Ihre Partei gegen Korruption tun?
Wir Grüne wollen Vorbild sein, als Grüne legen wir wirklich Rechenschaft für jeden Euro und jeden Cent, den wir kriegen. Wir haben jetzt durchgesetzt, dass es in Tirol ein Spendenverbot für Parteien gibt. Unternehmen dürfen nicht mehr an Parteien spenden und das ist total wichtig, da Unternehmen immer Interesse haben, wenn sie Geld an Parteien geben. Das ist österreichweit eine Innovation. Wir verhandeln auch im Bund ein strenges Parteifinanzierungsgesetz mit Offenlegungspflichten. Wir haben in den vergangenen Jahren schon deutlich gesehen, es gibt Parteien, sagen wir mal Volkspartei und Freiheitliche, die sich stark mit sich selbst beschäftigt haben und wie sie zu Geld kommen und wenig mit den echten Themen wie der Klimakrise und da setzen wir Grünen einen anderen Fokus.

Was wollen Sie gegen den Klimawandel tun?
Wir haben ein umfangreiches Programm, das sich am 12 Punkte-Plan der Klimawahl stark orientiert, wo die Grünen auch alle 12 Punkte erfüllt haben.


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